Höllische Kopfschmerzen: die Migräne

Höllische Kopfschmerzen: die Migräne

Der Begriff Migräne kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚wandern’. Tatsächlich gibt es Migräneformen, bei denen der Schmerz immer an anderen Stellen im Kopf auftritt. Das muss aber nicht sein.

Habe ich Kopfschmerzen oder Migräne?

Kopfschmerzen

Es gibt viele Hinweise, die erkennen lassen, ob man Kopfschmerzen verschiedenster Art hat oder unter Migräne leidet. Kopfschmerzen lassen sich meist mit der Einnahme von gängigen Kopfschmerzmedikamenten, die man in der Apotheke erwerben kann, und einer kurzen Ruhepause am schnellsten bekämpfen. Meist findet man bei der Überlegung, was man am Tag vorher gemacht und den Kopfschmerz ausgelöst hat, beispielsweise etwas zu viel Alkohol oder eine sportliche Betätigung, die sich auch auf den Schulter- und Nackenbereich erstreckt. Dann ist der Grund für die Kopfschmerzen zügig ausgemacht und die Folgen sind schnell bekämpft.

Migräne

Bei Migräne hilft kein Kopfschmerzmittel. Auch die Frage nach den Ursachen kann in die falsche Richtung gehen. War man früher der Meinung, dass Schokolade oder Käse eine Migräne fördern, hat man heute die Erkenntnis, dass der Körper eher nach solchen Kalorienbomben schreit, um die Möglichkeit zu haben, eine Migräne gut zu verkraften.

Wie baut sich eine Migräne auf?

Die Forschungen haben gezeigt, dass eine Migräne eine Dauer von circa 72 Stunden hat. Das sind drei Tage. Eine Migräne kann mit einer Aura beginnen, mit Phasen schlechten Sehens oder Kreislaufproblemen. Erst danach stellen sich die typischen Schmerzen ein wie ein Ziehen im Kopf, das sich bis in die Zähne, in den Trigeminusnerv oder in die Augen fortsetzen kann. Das Atmen kann rhythmisch schmerzen, ebenfalls kann Licht oder Lärm als peinigend empfunden werden. Bei Anstrengung – und das kann einfach nur das Anziehen der Schuhe sein – verschlimmern sich die Symptome. In den meisten Fällen helfen hier nur Verdunkeln, Stille, möglichst frische Luft und Schlaf. Ist man medikamentös versorgt, nimmt man die vom Arzt verordneten Medikamente. Das können Triptane sein, vielleicht auch etwas, um den Magen so zu beruhigen. Sonst kann das eigentliche Medikament nicht wirken.

Nach einiger Zeit sind die Schmerzen weg. Man fühlt sich selbst noch nicht wirklich fit. Aber das Leben kann weitergehen. Jedoch kann am nächsten Tag die Migräne wieder da sein. Das liegt daran, dass die Triptane die Schmerzen ausgeschaltet haben, die Migräne aber weiter im Kopf tobt. Wirken die Triptane nicht mehr, sind die Migräneschmerzen wieder da. Dann hilft nur die gleiche Prozedur wie beim letzten Mal.

Nach spätestens drei Tagen sollte diese Migräneattacke weg sein. Zurück bleibt ein Mensch, der erschöpft ist und sich fragt, ob er diese Hölle ein weiteres Mal aushalten kann.

Welche Konsequenzen kann eine Migräne haben?

Die Forschungen zeigen heute, dass Migräniker durch die Erkrankung weitere gesundheitliche Probleme bekommen können. Kreislauferkrankungen, Schlaganfall oder Depressionen können aus einer chronischen Migräne erwachsen. Daher ist es auch wichtig, sich die Diagnose einer Migräne vom Arzt geben zu lassen, damit man besser mit der Erkrankung umgehen kann. Auch bei Behandlungen ist es sinnvoll, immer wieder auf die Migräne hinzuweisen. Es gibt ebenfalls Medikamente, die man bei Migräne nicht nehmen sollte, weil sie eine Migräne fördern können.

Migräne kann übrigens auch als Schwerbehinderung anerkannt werden.