Schizophrenie

Bei einer Schizophrenie treten in erster Linie Wahrnehmungsverlust, Wahnvorstellungen und eine Störung der Gefühlswelt auf. Die Krankheit zählt zu den sogenannten endogenen Psychosen, also Krankheitsformen, die keinerlei organische oder umweltbezogene Ursachen haben. Früher wurde die Krankheit fälschlicherweise mit einer multiplen Persönlichkeit gleichgesetzt und als „Spaltungsirresein“ bezeichnet. Schizophrenie hat damit jedoch nichts zu tun.

Ursachen

In Deutschland leiden etwa 25 von 10.000 Menschen an Schizophrenie. In anderen Ländern dürfte die Verteilung ähnlich sein. Über die genauen Ursachen dieser Krankheit herrscht noch immer Unklarheit. Wahrscheinlich spielt die Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin eine sehr große Rolle. Darüber hinaus wurden bei Patienten auch physiologische Veränderungen im Gehirn bemerkt. So ist bei Schizophrenen der Hippocampus verkleinert und die Ventrikel im Gehirn sind vergrößert. Der Hippocampus ist ein Teil des Gehirns, der das limbische System steuert. Dieses wird auch oft als „Belohnungssystem“ des Gehirns bezeichnet.

Symptome der Krankheit

Zur Symptomatik der Schizophrenie zählen hauptsächlich eine Fehlwahrnehmung optischer und akustischer Umweltreize sowie Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Die Krankheit kann auch mit paranoiden Wahnvorstellungen (Verfolgungswahn) einhergehen. Die Ausprägung der schizophrenen Symptome ist individuell jedoch sehr unterschiedlich. Vor allem ist auch das Gefühlsleben der Patienten stark betroffen.

Behandlung von Schizophrenie

Die Krankheit – oder zumindest die Grundveranlagung dafür – ist teilweise vererblich. Eine Heilung in dem Sinn gibt es nicht, jedoch können therapeutische Maßnahmen das Krankheitsbild im Zaum halten. Dazu zählt in erster Linie die Verabreichung von Medikamenten, wie Risperidon oder anderen Formen von Antipsychotika. Während eines akuten Krankheitsschubs können die Patienten in einer Klinik stationär behandelt werden. Dabei werden sowohl medikamentöse als auch psychotherapeutische Verfahren, wie Ergotherapie oder Gestaltungstherapie angewandt. Die meisten Schizophrenen erkranken nach dem 25. Lebensjahr. Nur wenige davon müssen dauerhaft klinisch behandelt werden.