Epidemiologie

Die Epidemiologie ist ebenfalls ein Teilbereich der Medizin und befasst sich mit der Verbreitung von Krankheiten innerhalb einer Bevölkerung. Sie berücksichtigt dabei auch die Risikofaktoren, die eine Krankheit begünstigen können. Die Epidemiologie ist heute zunehmend ein Zweig der Gesundheitswissenschaften. Dabei werden vor allem auch statistische Methoden zur Untersuchung von Krankheitsverteilungen angewandt.

Einteilung

Die Epidemiologie unterteilt sich ihrerseits wiederum in vier Teilbereiche. Die Infektionsepidemiologie hat die Untersuchung für das Auftreten von akuten Infektionskrankheiten zum Inhalt. Es analysiert in erster Linie die Übertragungswege einer Infektion. Das Robert-Koch-Institut sammelt und veröffentlicht regelmäßig epidemiologische Daten, die von jedermann eingesehen werden können.

Die Ernährungsepidemiologie beschäftigt sich, wie schon der Name sagt, mit den Ernährungsgewohnheiten einer Bevölkerung und den damit möglicherweise verbundenen Krankheiten.

Die Krebsepidemiologie führt Erhebungen in der Onkologie durch. Sie sammelt Daten zur Krebshäufigkeit, der Krebssterblichkeit und der Krebsprävalenz.

Der vierte Teilbereich ist die Umweltmedizin. Dieser Fachbereich konzentriert sich auf Gesundheit, Krankheit und Umweltfaktoren und untersucht dabei, wie diese Faktoren miteinander zusammenhängen.

Formen der Epidemie

In der Epidemiologie unterscheidet man zudem verschiedene Formen von Epidemien. Tritt eine Krankheit in einer Population beschränkt auf, so spricht man von einer Endemie. Eine bestimmte Anzahl von Grippefällen in einer Bevölkerung ist durchaus normal und daher endemisch. Übersteigt die Zahl der Fälle die Norm, so spricht man bereits von einer Epidemie. Bei der Grippe ist das üblicherweise ein Fallanteil von zehn Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Bricht eine Krankheit in mehreren Ländern oder weltweit gleichzeitig aus, so spricht man von einer Pandemie, wie das bei den HIV-Infektionen der Fall ist.

Epidemien haben vor allem in der Vergangenheit immer wieder zu katastrophalen Folgen in der Gesellschaft geführt. Im Mittelalter war es die Pest, später die Cholera, die ganze Landstriche entvölkerten. Heute hat man die meisten Epidemien relativ gut im Griff. Bei exotischen Krankheiten, wie dem hämorrhagischen Virusfieber, steht man vor neuen Herausforderungen.